Es gibt Menschen, und es gibt … auch Menschen, aber um die ists nicht schade. Mit denen darf man machen, was man will. Man darf ihnen alles wegnehmen, sie windelweich prügeln, sie vergewaltigen, gern auch umbringen, es macht nichts.
Man muss sie unbedingt abwehren, denn sie bilden bedrohliche Ströme und Wellen. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Es geht hier also um Geflüchtete und darum, wie ihnen ihre simpelsten Grundrechte vorenthalten werden, sowohl in ihren Heimatländern als auch dort, wo sie um Schutz bitten. Es geht um die Schande Österreichs (ja, doch!) und Europas.
Was wir von INFERNETZ wollen, ist die Bereitstellung von Information und Aufklärung für die Gütigen, Freundlichen und Anständigen in diesem Land, ferner das Schaffen von Kontaktmöglichkeiten und die Förderung von gegenseitigem Verständnis.
Wir bringen dazu mindestens einmal pro Woche einen neuen Beitrag in unserem Blog und hoffen auf eine rege Debatte in den Kommentaren.
Wir sind ein Team aus Menschen in Österreich, sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund, und arbeiten ehrenamtlich.
Auch weil wir uns über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren, freuen wir uns über viele neue Mitglieder, die uns finanziell vor allem aber durch ihre Beiträge, ihre Kommentare und durchs Weitersagen unterstützen.
Ich bin Lehrerin und habe schon immer viel mit Schüler*innen gelernt, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Seit 2018 arbeite ich mit Geflüchteten, hauptsächlich aus Afghanistan, Syrien, dem Jemen und anderen krisengeschüttelten Ländern. Dabei habe ich viele liebenswerte, tapfere, hoffnungsvolle Menschen kennengelernt und ihre äußerst grausamen Schicksale. Mit fassungslosem Zorn beobachte ich, was Europa und was mein Land diesen ohnehin schon schwer Geprüften antut, und wie ahnungslos auch gebildete und hochanständige Europäer*innen sind. Daraus ist die Idee für INFERNETZ entstanden. Zusammen mit meinem Team will ich versuchen, durch Information und Vernetzung gegenseitige Achtung, Verständnis, Toleranz und Wohlwollen zu erwecken.
Ich komme aus dem Jemen, lebe seit sechs Jahren in Österreich und studiere Biomedical Engineering. Ich bin Mitglied im Verein INFERNERETZ, weil ich den Geflüchteten eine Stimme geben möchte, und weil ich die Leute in Österreich darauf hinweisen will, unter welchen Umständen andere Menschen leben.
Ich komme aus Afghanistan und arbeite als Zahnärztliche Assistentin. Weil ich weiß, wie es Flüchtlingen geht, bin ich bei diesem Verein.
Der Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen ist in meinen Augen sehr wichtig. Nur durch Verständnis und Aufklärung auf beiden Seiten kann eine gelungene Integration stattfinden.
Ich bin Perserin, lebe seit 20 Jahren in Österreich und arbeite als Bewährungshelferin. Es geht mir um eine freie, flexible und entspannte Kommunikation, den Austausch von Gedanken und das Zuhören, ohne jemanden zu stigmatisieren. Weg von der Routine, hin zur Annäherung – nicht darüber nachdenken, woher wir kommen, sondern wohin wir gehen. Es ist wichtig, in einer friedlichen Gesellschaft zu leben, Respekt zu zeigen und ihn zu erhalten, jedem die Chance zu geben sich zu entfalten, und allen – In- und Ausländern – die Verantwortung für diese Gesellschaft zu übertragen.
Ich bin ein syrischer Flüchtling und war überrascht von den vielen Missverständnissen und Vorurteilen, die einige Österreicher gegenüber Flüchtlingen, besonders aus dem Nahen Osten, hegen. Da mein Traum seit meiner Kindheit Frieden und Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen weltweit ist, habe ich mich in dieser Gemeinschaft wiedergefunden und beschlossen, mich ihr anzuschließen.
Auszug aus den Statuten des Vereins INFERNETZ
Der Verein führt den Namen INFERNETZ – Verein für Information und Vernetzung.
Er hat seinen Sitz in Graz und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet von Österreich.
Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt Information, Hilfestellung und Vernetzung zwischen Flüchtlingen und einheimischen Österreicher*innen, sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen. Als Plattform dient die Vereinshomepage.
Die erforderlichen materiellen Mittel werden durch Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge in der Höhe von jährlich € 10.-, sowie durch Spenden und sonstige Zuwendungen aufgebracht.
Ordentliche Mitglieder: Veronika Friedrich / Obfrau, Moath Almasnaea / Obfrau-Stellvertreter, Sima Rezai/ Kassierin, Sophie Schmidt / Kassierin Stellvertreterin, Katayoun Saedi, Hassan Abo Shnak
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