… oder böse, ob ich lebe oder tot bin, auf mich kommt es nicht an, es ist egal.“
Alle Alarmglocken schrillen, bekommt man das von einem jungen Menschen zu hören! Lehrer*innen und Eltern, Verwandte und Bekannte, werden aufgeschreckt reagieren, weil eine solche Aussage der Ausdruck tiefster Verzweiflung ist.
Es ist anzunehmen, dass darüber ein Konsens herrscht, dass Kindern und Jugendlichen, auch jungen Erwachsenen, denen es so schlecht geht, geholfen werden muss.
Und doch gibt es da Ausnahmen. Und die betreffen genau die, welche Freundlichkeit, Zuwendung, Ermutigung und Angenommensein am dringendsten benötigen würden. Das sind die, die in ihrem jungen Leben so viel Grausamkeit erlebt haben, dass niemand sich das vorstellen will oder kann. Für diese Kinder gibt es die grässliche Bezeichnung „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ (UMF), und diese Bezeichnung macht aus schwer traumatisierten, orientierungslosen, unglücklichen jungen Menschen plötzlich eine irgendwie bedrohliche, menschenähnliche Masse, die es zu verwalten gilt, weil man sie leider nicht loswerden kann. Also steckt man sie für die Monate, die es braucht, um sie als Asylwerber*innen zu registrieren, in Wartecamps und überlässt sie dort in erster Linie sich selbst. Falls in der Zeit welche verloren gehen – umso besser!
Ich stelle klar, dass ich hier nicht über die Praxis in irgendwelchen armen Ländern mit unterentwickelter Demokratie schreibe, sondern tatsächlich über Österreich! Es ist so schlimm, dass Amnesty International sich der Sache annimmt. Näheres im angefügten Link:
https://www.amnesty.at/mitmachen/actions/jedes-kind-zaehlt/#
Von Herzen grüßt
Veronika